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    Bewusst fasten – gezielt und gesund entschlacken und entgiften

    Bewusst fasten – gezielt und gesund entschlacken und entgiften

    Fasten ist Teil eines gesunden und ganzheitlichen Lebens und Denkens. Je nach persönlicher Lebenslage werden sich die Gewichtungen und Ansprüche an das Fasten verändern. Fasten ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Das bedeutet, dass dein jeweils individuell formuliertes Fastenziel die Art, Dauer und den spezifischen Aufbau deiner Fastenkur beeinflussen wird.

    Es gibt sehr verschiedene Auffassungen darüber, was man unter Fasten verstehen soll oder kann. Im europäischen Kulturkreis geht das Wort fastēn auf das Althochdeutsche zurück und bedeutet so viel wie „an den Geboten der Enthaltsamkeit festhalten“ – verstanden als strenger Verzicht auf Speisen und Genussmittel über einen bestimmten Zeitraum hinweg. In den meisten großen Weltreligionen wird zu verschiedenen Zeitpunkten und mit verschiedenen Regeln gefastet. Aber auch ohne religiös zu sein, kannst du eine Fastenwoche nutzen, um dir bewusst Zeit für die innere Einkehr zu nehmen.

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • Fasten fördert Entgiften, Entschlacken und Regenerieren.
    • Biochemische Reaktionen und Reinigungsmechanismen werden angeregt.
    • Fasten kann positiv auf den Stoffwechsel und Blutdruck wirken.
    • Eine bewusste und geplante Fastenzeit ist entscheidend.
    • Fasten erfordert Vorbereitung und Bewusstsein.

    Fasten aus der Sicht von Forschung und Evolutionsbiologie

    Wie Erkenntnisse aus dem Bereich der Fastenforschung zeigen, werden im Körper durch den gezielten Nahrungsverzicht biochemische Reaktionen ausgelöst und spezielle Reinigungsmechanismen in den Zellen angeregt. Fasten greift positiv in den Stoffwechsel ein und hemmt nachweislich Entzündungen und zu hohen Blutdruck. Ganz zu schweigen von den psychischen Vorteilen, die eine gezielte Fastenkur bringt.

    Ganz häufig werden wir mit der Frage konfrontiert, ob Fasten ungesund sei. Fasten hat eine lange Tradition und wird in unterschiedlichen Religionen und Kulturkreisen beschrieben und variantenreich praktiziert. Evolutionsbiologisch betrachtet ist es ein überaus sinnvolles Prinzip, das uns selbst in Hungerzeiten hilft, leistungsfähig zu bleiben und gleichsam heilsame Prozesse anstößt. Zu langes Fasten, eine mangelnde Vorbereitung oder ein falsches Setting kann den Organismus jedoch mehr stressen als positiv beeinflussen. Wir raten daher stets zu einer bewussten und geplanten, individuell konzipierten Fastenzeit. Frage dich vorab: Was möchte ich erreichen? Kann ich das in meinen Alltag integrieren oder schenke ich mir eine Auszeit?


    Fasten – geht das nebenher?

    Für einige geht Fasten einfach nebenher. Für andere wiederum ist es wichtig, sich ganz gezielt eine Auszeit zu nehmen. Die Erfahrung zeigt, dass es sinnvoll ist, sich zumindest eine Woche ohne wichtige Termine, Geburtstagsfeiern, Geschäftsreisen oder sonstige große Verpflichtungen auszusuchen. Es ist nicht unbedingt notwendig, sich hierfür Urlaub zu nehmen. Jedoch berichten viele, die sich für die Fastenwoche im Betrieb bewusst Urlaub genommen haben, von einem viel umfassenderen psychisch-physiologischen Reinigungsprozess.


    Zu Hause fasten oder in der Fastengruppe?

    Seit über zehn Jahren begleiten wir in unserer Naturheilpraxis jeweils im Frühjahr und im Herbst eine Fastenwoche, in der ganz unterschiedliche TeilnehmerInnen sieben Tage lang jeden Abend zusammenkommen. Während dieser Fastenwoche treffen jung auf alt und AnfängerInnen auf bereits geübte und regelmäßig Fastende. Im Rahmen der Fastengruppe, die zum Teil durch täglichen Yogaunterricht ergänzt wird, kommen die TeilnehmerInnen in einem geschützten Raum zusammen, in welchem der individuelle Prozess der Reinigung mit Innehalten, In-sich-kehren und gemeinsamem Reflektieren verknüpft werden kann.

    Der Vorteil des Fastens in der Gruppe sind die allabendlichen Treffen, bei denen man Erfahrungen, Vorstellungen und Sorgen austauscht und gemeinsame Entspannungs- und Atemübungen praktiziert. Viele bevorzugen die Teilnahme an einer Fastengruppe, da sie hier fernab des heimischen Kühlschrankes, des Alltagstrotts und der sonst üblichen abendlichen Rituale sind.

    Du musst aber nicht in einer Gruppe fasten, falls du nicht willst oder es in deiner Umgebung einfach keine Angebote gibt. Wichtig ist nur, dass das Fasten bewusst und nicht so nebenbei geschieht. Mache regelmäßige Entspannungsübungen, nimm wohltuende Bäder und sei vor allem eines: Ganz für dich selber da. In der Fastenwoche kannst du dich ganz auf dich und deinen Körper konzentrieren – und das gelingt am besten, wenn du dir Zeit dafür nimmst und achtsam mit dir selbst umgehst.


    Fasten will vorbereitet sein – die richtige Einleitung deiner Fastenwoche

    Wir empfehlen, bereits ein paar Tage vor dem Fasten den Kaffee- und Schwarzteekonsum zu verringern. Das hilft, Kopfschmerzen zu umgehen, die häufig zu Beginn des Fastens auftreten können.

    Vor dem eigentlichen Fasten stehen am Beginn jeder Fastenwoche 1-2 Entlastungstage, an denen der Körper auf die Enthaltsamkeit eingestimmt wird. Eine Ernährung aus Mung Dal, Reis, gedämpftem Gemüse und viel heißem Wasser entlastet den Organismus.


    Fastenwoche – die drei Miraherba Entgiftungskuren im Überblick

    Ahara-shodana - die sanfte Variante zur Entlastung und Regeneration mit leichter Kost

    Das „Einsteigerpaket“ ist sehr sanft und kann auch gerne über einen längeren Zeitraum bis zu zwei Wochen durchgeführt werden. Es ist für Einsteiger und Berufstätige geeignet, die sich nicht extra frei nehmen können oder wollen und besteht aus einer bewusst reduzierten Ernährung, wie sie auch zur Vorbereitung für die anderen Fastenwochen eingesetzt wird. Sie hilft, den Körper zu entschlacken, ohne ihn zu sehr zu belasten.

    • Entlastet den Körper ohne Abführen
    • Sanfte Reinigung, leichte Kost
    • Reduziert Vata, Pitta und Kapha

    Langhana-shodana - Saftfasten für das Entschlacken in Frühjahr und Herbst

    Die Fastenwoche für das Saftfasten ist ideal als Frühjahrs- und Herbstkur geeignet. Auf feste Ernährung wird hierbei nach zwei Entlastungstagen mit reduzierter Ernährung eine Woche lang gänzlich verzichtet. Die Vitamin- und Mineralstoff-Zufuhr für den Körper erfolgt ausschließlich durch den ausgewogenen Verzehr von Tees, Säften und Gemüsebrühe.

    • Verschafft Frische und Leichtigkeit
    • Reinigung für Körper und Geist
    • Reduziert Kapha

    Virecana-shodana – die tiefgreifende Entgiftung mit Ghee-Ausleitung

    Diese Fastenwoche ist nur etwas für Geübte. In diesem Paket findest du alles für unsere Variante der ayurvedischen Pancha-Karma Kur, die durch zwei Entlastungstage mit reduzierter Ernährung und einer Ausleitung mit Ghee vorbereitet wird.

    • Tiefgreifende Reinigung
    • Ausleitung von Stoffwechselschlacken
    • Reduziert Pitta und Vata

    Wie faste ich? Eine kleine Fasten-Anleitung

    Für Teilnehmer, die eine schwere Erkrankung hinter sich haben oder aus anderen Gründen wissen, dass sie den kompletten Verzicht auf Speisen nicht durchhalten, gibt es unsere Variante des ahara-shodana. Ahara bedeutet im Sanskrit Ernährung und shodana Reinigung. Hier setzt sich die Nahrung hauptsächlich aus Reis, Mung Dal und gedünstetem Gemüse zusammen, ähnlich wie bei den Vorbereitungstagen.

    Kommen wir zur Durchführung der eigentlichen Fastenwoche, wie der langhana und virecana-shodana. Nachdem der Körper durch die vorangegangenen Entlastungstage auf das Fasten vorbereitet wurde, beginnt die Ausleitung. Je nach Konstitution kann die Darmreinigung milder oder kräftiger durchgeführt werden. Die Varianten reichen von Passagesalz über Triphala bis hin zu Rizinusöl. Den Miraherba Fastenpaketen ist zum Ausleiten Triphala beigegeben. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die ayurvedische Gewürzmischung von allen Fastenden sehr gut vertragen wird und zu einer sanften Ausleitung ohne Nebenwirkungen führt. Wenn du schon Erfahrung mit anderen Mitteln hast, die du gut verträgst, kannst du aber auch diese einsetzen.

    Immer auf genug Flüssigkeitszufuhr achten – nicht nur beim Saftfasten

    Der Tagesablauf während des Fastens ist geprägt von häufigem Trinken. Zur Auswahl stehen neben viel warmem Wasser und Tee – hier empfiehlt sich unsere Fastenmischung Nr. 13 – auch warme Gemüsebrühe oder verdünnter Gemüsesaft. Wer mag, kann die Brühe oder den warmen Saft auch gerne löffeln. Wichtig dabei ist: nimm dir hierfür ausreichend Zeit, setze dich an den Tisch und gib dich ganz dem Genuss des warmen Getränkes hin.

    Die Tage nach dem Fasten

    Ganz egal, welche Variante du wählst, wichtig ist die Ernährung nach dem Fasten. Wähle dieselben leichten Speisen wie zu den Entlastungstagen, damit der Körper nicht überfordert wird. Achte nach deiner Fastenwoche vor allem auf eine warme, frische und ausgeglichene Zusammensetzung und Regelmäßigkeit der Speisen, damit der positive Effekt der Fastenwoche möglichst lange anhält.

     

    Fazit

    Fasten ist eine persönliche und individuelle Erfahrung, die sowohl körperliche als auch mentale Vorteile bietet. Die richtige Vorbereitung und Durchführung sind entscheidend, um die positiven Effekte des Fastens zu maximieren. Egal ob alleine oder in einer Gruppe, wichtig ist, dass du dir Zeit nimmst und dich auf den Prozess einlässt. Achte darauf, dass du nach dem Fasten eine leichte und regelmäßige Ernährung beibehältst, um die Vorteile lange zu spüren. Fasten kann so zu einem wertvollen Teil eines gesunden und ausgewogenen Lebensstils werden.

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