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    Tulsi: Das heilige Basilikum ocimum sanctum und seine Verwendung im Ayurveda

    Tulsi: Das heilige Basilikum ocimum sanctum und seine Verwendung im Ayurveda

    Man kennt Tulsi oder Tulasi auch als „heiliges Basilikum“ oder Königskraut. Einer der Namen der asiatischen Heilpflanze Tulsi lautet zwar „indisches Basilikum“ und man kann es auch in der Küche verwenden, vom Geschmack her ist Tulsi aber nicht mit dem bei uns verbreiteten italienischen Basilikum zu vergleichen. Das grüne strauchartige Tulsikraut ist reich an antibakteriellen und antioxidativen Inhaltsstoffen und ein beliebtes Heilkraut in der Ayurveda-Medizin. Dem Tulsistrauch selbst kommt in der hinduistischen Religion und Kultur eine besondere Rolle zu. Erfahre mehr über die mythische Bedeutung der heiligen Pflanze Tulasi und die Verwendung von Tulsi als Heilpflanze in der Ayurveda Medizin.

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • Tulsi ist reich an antibakteriellen und antioxidativen Inhaltsstoffen.
    • In der indischen Mythologie wird Tulsi als heilig verehrt.
    • Im Ayurveda wird Tulsi als Adaptogen genutzt, um Stress auszugleichen.
    • Tulsi reduziert Vata und Kapha und hat eine erhitzende Wirkung.

    Tulasi in der indischen Mythologie: Warum das Basilikum heilig ist

    In nahezu jedem hinduistischen Tempel und vor vielen indischen Häusern ist er zu finden: der grüne Tulsistrauch. Der Strauch wird sorgsam gepflegt und bei Zeremonien und Pujas verehrt. Seine Ehre verdankt die Tulsi Pflanze hauptsächlich der Geschichte um die Göttin Tulasi. Man sagt, sie sei in die Gestalt der Pflanze geschlüpft, um den Menschen zu dienen. In dieser Form bietet sie Schutz und sorgt für Gesundheit und lebenslange Glückseligkeit. Nicht ohne Grund sind viele Gebetsketten (Malas) aus den Samen oder dem Holz der Tulsipflanze gefertigt. Allein das Berühren der Tulsipflanze soll von Sünden befreien.

    Eine andere Sage erzählt, dass Gott Jalandhar von Vishnu für seine vielen heiligen Handlungen gesegnet wurde. Vishnu verlieh ihm die Gabe, sich unsichtbar zu machen - aber nur solange ihm seine Frau treu bliebe. Jalandhar war mit Tulasi verheiratet, die für ihre Treue zu ihrem Ehemann bekannt war. Doch Jalandhar wurde durch die ihm verliehene Gabe übermütig und begann die Menschen um ihn herum zu drangsalieren. In ihrer Not wandten sich die Gequälten an Vishnu. Also schlüpfte Vishnu in die Gestalt des Gatten und verführte Tulasi zur Untreue, wodurch Jalandhar die Gabe der Unsichtbarkeit verlor und von den Menschen getötet wurde.

    Tulsi erkannte, dass sie hinters Licht geführt wurde und konfrontierte Vishnu. Als Wiedergutmachung versprach ihr dieser, dass sie von Frauen auf ewig für ihre Treue gegenüber ihrem Mann angebetet werden sollte und damit unsterblich werde. Daher wird in jedem Vishnu Tempel nicht nur Vishnu gehuldigt, sondern dort auch die heilige Tulsipflanze verehrt.

    Es gibt einige weitere mythische Geschichten, die sich um das heilige Tulsikraut ranken, als Opfergabe für Krishna soll sie beispielsweise zur Erlösung führen und vor Tod, Krankheit und Unheil schützen. Auch soll sie den Todesgott Yama einschüchtern. All diese Geschichten erklären den Zusatz „heiliges“ Basilikum.


    Das steckt in Tulsi

    Im Ayurveda ist Tulsi bereits seit Jahrtausenden als Adaptogen bekannt, also als Pflanze, die körperlichen und seelischen Stress ausgleicht und lindert. Tulsi gilt außerdem als Rasayana, als lebensverlängerndes Lebensmittel. Durch die im indischen Basilikum enthaltenen Bitterstoffe und ätherischen Öle, wie Camphen und Eugenol, wirkt das Kraut bitter, schweißtreibend, antiseptisch, schmerzstillend, verdauungsfördernd und herzstärkend. Zudem schenken die ätherischen Öle ihm den unverkennlichen Geruch, der an Kampfer und Nelke erinnert.

    Hinzu kommen eine ganze Reihe von Antioxidantien, die Phenole und Flavonoide. Diese Inhaltsstoffe werden für die gute antibakterielle Wirksamkeit bei diversen Erkrankungen verantwortlich gemacht sowie für die Wirksamkeit bei Wurmbefall.


    Rasa und Guna: Tulsi in der Ayurveda Medizin

    Im Ayurveda werden Heilpflanzen nicht nach ihrer Indikation verordnet, sondern abhängig von ihrem „Geschmack“ (rasa) und ihren Eigenschaften (guna). Was wäre die Ayurveda-Medizin ohne die Beachtung der Konstitutionstypen? Selbstverständlich sind bei der Verordnung auch das zugrundeliegende dosha und die vorliegenden Dosha-Störungen entscheidend. Betrachten wir Tulsi ayurvedisch, ergibt sich folgende Übersicht:

    Wirkung auf die Doshas Vata und Kapha reduzierend
    Rasa (Geschmack) bitter, scharf
    Guna (Eigenschaft) leicht, trocken
    Vipaka (Geschmack nach der Verdauung) scharf
    Virya (thermische Wirkung) erhitzend
    Prabhava (Zusätzliche Wirkung) anthelminthisch / gegen Wurmbefall

    Tulsi bei Vata- und Kapha-Erkrankungen

    Aufgrund ihrer Pitta-erhöhenden Eigenschaften (scharf und erhitzend), wird die Tulsipflanze bei Vata- und Kapha-Erkrankungen verordnet. Hierzu zählen in erster Linie Erkältungskrankheiten, wie trockener oder schleimiger Husten. Ihr scharfer und erhitzender Geschmack unterstützt die Anregung des Stoffwechsels. Tulsi klärt Ama-Belastungen, somit wirkt es positiv auf Störungen im Verdauungstrakt, vor allem Bauchschmerzen bei kleinen Kindern.

    Sattva: Tulsi auf feinstofflicher Ebene

    Tulsikraut ist ein sattvisches Lebensmittel. Die sogenannten trigunas, die drei feinstofflichen Prinzipien universeller Ordnung, wie sie auf metaphysischer Ebene von Veden und Tantrikern zugleich verstanden werden, sind Sattva, Raja und Tamas. Sattva steht für das positive Prinzip der Natur und steigert Eigenschaften wie Freigebigkeit, Gelassenheit, Wahrheitsliebe, Weisheit und Toleranz. Wer sich sattvisch ernährt, so die Überzeugung, lebe länger und wäre der Umwelt gegenüber positiver eingestellt.


    Tulsi ist mehr als Tee – So kannst du das Tulsi-Kraut verwenden

    Frisches Tulsikraut verwenden

    In Indien wird häufig der frische Presssaft verordnet, der bei uns leider nicht erhältlich ist. Erfreulicherweise gibt es zwischenzeitlich von einigen Biogärtnereien frische Tulsipflanzen. Die frischen Blättchen können roh verzehrt, kurz vor Ende der Garzeit dem Essen beigemischt oder zu Tee aufgebrüht werden.

    Sogar als Aphrodisiakum wird Tulsi hin und wieder empfohlen. Hierfür verzehrt man die frischen Blätter oder die zerstoßenen Wurzeln zusammen mit Ghee.

    Tulsi Tee – Rezept für den klassischen Tee

    Unbestritten zeigt der wohlschmeckende Tee aus der getrockneten Pflanze gute Wirkung. Eine einfache Rezeptur bei aufkommendem Erkältungsgefühl ist Tulsitee mit schwarzem Pfeffer. Hier werden 1 TL getrocknete Tulsiblätter und 2 schwarze Pfefferkörner mit ¼ l Wasser überbrüht und 5 Minuten ziehen gelassen. Über drei Wochen sollen von dieser Mischung 3-5 Tassen am Tag getrunken werden.

    Für Kinder empfiehlt es sich, den Tee ohne Pfeffer zu kochen. Bereite ihn stattdessen mit etwas Waldhonig oder Ingwer zu.

    Tulsi Öl – zum Inhalieren und Einreiben

    Das feine ätherische Öl kann für Inhalationen oder Einreibungen verwendet werden. Es zeigt entspannende Effekte beim Schläfenkopfschmerz und Verschleimung im Brustbereich. In der Duftlampe verbreitet es einen angenehmen Duft und vertreibt zudem Mücken.


    Fazit

    Tulsi, das heilige Basilikum, ist ein vielseitiges Heilkraut mit tiefer spiritueller Bedeutung und zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen. Es findet in der Ayurveda-Medizin Anwendung zur Reduzierung von Stress und zur Unterstützung des Verdauungssystems. Ob als Tee, frisches Kraut oder ätherisches Öl – Tulsi bietet viele Möglichkeiten der Anwendung und profitiert von einer reichen mythologischen Geschichte.

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